Die Klanginstallation Lithophon von Tina Tonagel. Ausstellungsansicht im im NKR-Neuer Kunstraum, Düsseldorf. Fotos: Tina Tonagel.
Ausstellung vom
27.3. bis 7.6.2026


Vernissage:
Freitag, 27. März um 18 Uhr
»Und was, wenn es klingt?«

Klanginstallationen von Will Menter, Tina Tonagel und Joe Jones.
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Die neue, von Axel Schweppe kuratierte Klangkunstausstellung in der Walkmühle zeigt raumgreifende, teilweise interaktive Klanginstallationen und sowie kleinere Klangobjekte des britisch-französischen Künstlers Will Menter, der Kölner Künstlerin Tina Tonagel und des in New York geborenen und in Wiesbaden gestorbenen Avantgardemusikers und Fluxuskünstlers Joe Jones.

Will Menter ist nicht zum ersten Mal in der Walkmühle zu Gast: Bereits 2012 realisierte er zur Themenausstellung Klang eine große Klanginstallation aus hängenden und im Wind schwingenden Holzbrettern im Außenbereich und realisierte in diesem Kontext auch seine Performances Drips of Wood und Life Forms in der Walkmühle. Seine nun in der Ausstellung gezeigte Klangskulptur Inhabitation besteht aus vier fünf Meter hohen pyramidenförmigen Konstruktionen aus Eichenholz, die zusammen ein Pendelorchester bilden. An der Spitze jeder Pyramide ist ein Draht befestigt, an dessen Ende ein Gewicht hängt, das auf vier verschiedene Materialien auf dem Boden schlägt. Das Werk ist als Dauerperformance konzipiert, die vom Künstler Will Menter aktiviert wird. Sie erforscht eine sich ständig verändernde Musik, die durch das Zusammenspiel mit unterschiedlich stark bearbeiteter Materie entsteht: von Flusssteinen und Treibholz bis hin zu präzise gestimmten Aluminiumrohren.
Öffnungszeiten:
Di+Do 10-15 Uhr, Mi+ Fr 17-20 Uhr,
Sa 14-19 Uhr, So + feiertags 11-19 Uhr.


Als Eintritt bitten wir um einen angemessenen Beitrag nach Ihren Möglichkeiten in unsere Spendenbox an der Bar im Gebäude.




Anfahrt: Ein Parken auf dem Gelände der Walkmühle mit dem PKW ist nicht möglich. Es gibt keine öffentlichen Parkplätze. Bitte nutzen Sie aus diesem und weiteren guten Gründen nach Möglichkeit Ihre Füße,das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr: Buslinie 3 (Haltestelle Bornhofenweg) oder Buslinie 6 (Haltestelle Nordfriedhof).Bitte nutzen Sie den oberen Zugang zur Walkmühle.
Einfahrtmöglichkeiten für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen auf Anfrage: Bitte senden Sie uns dafür vorab eine E-Mail an mail@walkmuehle.net.



Einladungskarte als PDF zum Download:



Unser aktuelles Veranstaltungsprogramm finden Sie hier als PDF zum Download:


Unser Programm für Frühjahr/Sommer als PDF zum Download:






Der Klangkünstler Will Menter und seine Klanginstallation Inhabitation. Bildrechte: Will Menter.
Auch die Kölner Klangkünstlerin Tina Tonagel war bereits mehrfach in der Walkmühle mit ihren Arbeiten, Performances und Workshops zu Gast. Ihre Klanginstallation Lithophon wurde erstmals im Neuen Kunstraum Düsseldorf gezeigt. Nun wird sie im Künstlerverein Walkmühle anlässlich der Ausstellung Und was, wenn es klingt? erneut realisiert. Grundlage ist eine eigens errichtete, etwa zehn Meter lange und drei Meter hohe Wand, auf der hängend weit über zweihundert Schiefertafeln in einer geometrischen Anordnung montiert sind. Jede der Schieferplatten kann über einen kleines, motorgetriebenes Hämmerchen angeschlagen und zum Klingen gebracht werden. Gesteuert werden diese Anschläge über einen Microcontroller, der mit einer etwa fünfzehnminütigen Komposition programmiert wurde und diese in einer Endlosschleife abspielt. Tonagels Installation ist insofern nicht nur ein klangliches sondern auch ein äußerst ästhetisches Erlebnis.


Der New Yorker Musiker Joe Jones war Pionier einer Kunstform, die mittlerweile unter dem Begriff Klangkunst zusammengefasst wird. Als Teil der Fluxus-Bewegung führte ihn sein Weg über viele Stationen bis nach Wiesbaden, wo er die letzte Phase seines Lebens verbrachte. Mit seiner Methode, einfache handelsübliche Elektromotoren mit Hilfe einer speziellen Aufhängung zum Tanzen zu bringen, öffnet Joe Jones ein Feld für Rhythmen, deren Strukturen auf unvorhersehbare Weise zwischen Wiederholbarkeit und Variation oszillieren. Die tranceartige Wirkung, die insbesondere in Verbindung mit den Drones, der von ihm ebenfalls mit Motoren angeregten Saiteninstrumente entsteht, wird immer wieder durchbrochen durch überraschende Pausen, Rhythmusänderungen, Überlagerungen und Variationen. Durch gute Kontakte zum Sammler Michael Berger, der in Wiesbaden zahlreiche Music machines von Joe Jones hält, wird es uns möglich sein, Arbeiten dieses Vorreiters der Klangkunst zu zeigen.
Music Machines von Joe Jones. Foto: Horst Ziegenfusz.
Begleitveranstaltungen zur Ausstellung »Und was, wenn es klingt?«:

Sa + So 28. / 29.3.:
Will Menter bespielt performativ seine Klangskulptur Inhabitation. (Während der Öffnungszeiten jedoch ohne feste Uhrzeiten)

Mi 1.4., 20 Uhr: April-Salon mit Will Menter.
Vortrag, Künstlergespräch und Klangperformance.
Unser 129. Salon am ersten Mittwoch. –> Mehr Informationen

Mi 6.5., 20 Uhr: Kunst mit Eigenleben – Positionen der kinetischen Klangkunst
Vortrag des Klangkünstlers und Musikjournalisten Hubert Steins.
Unser 130. Salon am ersten Mittwoch. –> Mehr Informationen

Mi 3.6., 20 Uhr: Räume
Ein Konzert von und mit Cornelius Hummel und Axel Schweppe.
Unser 131. Salon am ersten Mittwoch. –> Mehr Informationen

So 7.6., ab 16 Uhr: Workshop und Finissage mit Will Menter.
Öffentlicher Teil ab 11.30 Uhr. Workshop von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr.
–> Mehr Informationen





Weiterführende Links:

Webseite von Will Menter: –> https://willmenter.com/

Webseite von Tina Tonagel: –> https://tinatonagel.de/

Wikipedia-Eintrag zu Joe Jones (nur in Englisch):
–> https://en.wikipedia.org/wiki/Joe_Jones_(Fluxus_musician)

Webseite des »HarlekinÄum« / »Fluxeum« , dem Privatmuseum der Sammlung Berger: –> https://www.harlekinaeum.de/

Wikipedia-Eintrag zum »Fluxeum«: –> https://de.wikipedia.org/wiki/Fluxeum







Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Wir danken Michael Berger und seinem Privatmuseum HarlekinÄum / Fluxeum.

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